Turnierpoker unterscheidet sich in vielerlei Hinsichten von Cash Games. Nicht nur die steigende Blindstruktur, sondern auch eitere Faktoren müssen mit einbezogen werden, um nicht frühzeitig aus dem Turnier zu fallen. Knockout Turniere oder auch Bounty Turniere sind eine interessante Form und hier zeigen wir, was es zu beachten gilt.
Wenn man einen Blick auf einen der großen Pokerräume wie Full Tilt oder Poker Stars wirft, erkennt man recht schnell, dass diese Knockout Turniere sich immer steigender Beliebtheit erfreuen. Bei einem Knockout Turnier bekommt man ungleich anderen Turnierarten noch ein „Kopfgeld“, wenn man es schafft einen anderen Spieler zu eliminieren. Diese Turniere kommen beispielsweise in der Art von 24$+4$. Dies bedeutet, dass die 24$ das Startgeld sind, mit denen man regulär in das Turnier eintritt und die 4$ das Kopfgeld darstellen. Wenn man nun einen Spieler aus dem Turnier befördert, erhält man seine 4$ als Bonus.
Das Kopfgeld ist interessant, jedoch machen viele Spieler den Fehler, dieses zu überbewerten. Viele Spieler passen ihre Strategie nicht richtig an und sind nur auf das Kopfgeld aus. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass das richtige Preisgeld um einiges höher ist als das Kopfgeld und daher nicht von seinem tight-aggressiven Stil abweichen. Wie bei allen Turnieren auch, sollte man sich mehr auf sein eigenes Spiel konzentrieren und das Kopfgeld wirklich nur als Bonus betrachten. Man sollte in den frühen Phasen möglichst tight spielen oder sich ein solches Image verschaffen. Die Blinds steigen schnell an und somit ist man früher oder später auch gezwungen, mit marginalen Händen zu spielen.
Man sollte versuchen, die Anfangsphase möglichst heil zu überstehen. Hier gibt es das ganze „gedonke“, eine Phase in der viele Spieler ihren Chipstack verdoppeln wollen. Für die meisten endet dies nicht sonderlich gut und sie sind schneller aus dem Turnier draußen, als sie reingekommen sind. Daher sollte man in den frühen Phasen wirklich nur Hände spielen, mit denen man es sich leisten kann, All-In zu gehen. Gegen später muss man sowieso von seinem tighten Spiel absehen und auch mal den ein oder anderen Bluff versuchen.
Die Bountys (Kopfgelder) sind übrigens auch nur in der Anfangsphase des Turniers interessant, in der es viele All-Ins gibt. Hier schaffen es mache Spieler, sich einen Großteil des Buy-Ins wieder reinzuholen, so dass sie mit einem klareren Kopf spielen können, da im Endeffekt nicht so viel verloren ist. Dennoch rate ich jedem Spieler geduldig zu sein und sich nicht von den Bountys irritieren zu lassen. Spielen Sie gutes und solides Poker und der Final Table wird schon nahe stehen.

