Sie spielen Online Poker und verwenden regelmäßig eine Pokersoftware? Da sind Sie nicht allein. Tausende verwenden für das Spielen im Internet Software, da sie sich einen Vorteil gegenüber den anderen verschaffen wollen. In diesem Artikel lernen Sie die Gefahren kennen, die durch den Einsatz von diesen Programmen auftreten können.
Natürlich ist es sehr verlockend bei jeder Runde Poker eine spezielle Software einzusetzen. Man bekommt alle Statistiken auf einen Blick und hat jede Menge Informationen über die Gegner. Da man in Suchmaschinen und Foren, die sich mit Online Poker befassen, häufig liest wie toll diese Programme sind, besorgen sich immer mehr neue Spieler solche Programme. Allerdings gibt es ein paar wichtige Kritikpunkte, die man beachten sollte, damit sich solches Verhalten nicht als Fehlentscheidung heraus stellt.
Sie sollten sich immer klarmachen, dass es auch nur Statistiken sind, die man in dieser Software sieht. So kann man beispielsweise erkennen, wie oft ein Spieler versucht die Blinds zu stehlen oder etwa wie oft er nach dem Flop seine Hand auf eine 3Bet (Raise, Re-Raise, erneutes Re-Raise) aufgibt. Natürlich klingt es erst mal verlockend, wenn man solche Dinge schnell über seinen Gegner erfahren kann, jedoch besteht das größte Problem, dass diese Kennziffern oft überbewertet werden.
Ein neuer Spieler verlässt sich zu sehr auf die angegebenen Statistiken und dies kann böse enden. Man sollte diese Statistiken nur als Anhaltspunkt nehmen und sich nicht hundert prozentig darauf verlassen. Wenn ein Spieler sich beispielsweise zu 80% die Blinds stehlen lässt, bedeutet dass noch lange nicht, dass es auch bei der einen Hand, die Sie gerade spielen, so ablaufen wird. Man sollte diese Werte nicht als zuverlässig ansehen und sein Spiel nach diesen Werten ausrichten.
Viele professionellen Spieler wissen auch zu gut, dass gerade Anfänger mit solchen Programmen nicht so gut umgehen können und bauen daher ganz gezielt Fallen ein. Dies machen sie, indem sie in den ersten Spielrunden ein ganz anderes Spiel darlegen, als sie es sonst machen würden. Dies hat zur Folge, dass laut Statistik der Spieler bestimmte Spielzüge (auch Moves genannt) versucht, die der Profi dann später, wenn es um einen großen Pot geht, zu seinem Vorteil ausnutzt.
Dies ist natürlich nicht das einzige Problem, das bei der Verwendung einer solchen Poker Software auftreten kann. Viele Anfänger haben auch noch nicht verstanden, wie die einzelnen Werte in der Software zusammengesetzt sind und somit können sie die Statistiken nicht richtig deuten. Dies führt häufig dazu, dass ein Anfänger einen Move macht, der äußerst unprofitabel ist, da er die Hand ganz anders gegen einen Spieler mit diesen Werten hätte spielen müssen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Software erst einmal gut kennenzulernen und dann einzusetzen, wenn man ein Gefühl dafür hat.
Natürlich soll dies nicht bedeuten, dass Pokersoftware generell schlecht ist. Ein guter Spieler kann durch den Einsatz eines solchen Produktes einen guten Vorteil gegenüber den Fischen (Anfängern) haben, aber auch nur, wenn er die Bedienung der Software beherrscht. Daher sollte man sich stets Zeit nehmen und sich lange mit der Software auseinandersetzen, um auch wirklich einen Vorteil dadurch zu erhalten.

